Fotobox selber bauen für unter 100 € – geht das?

Veröffentlicht von Wolfgang am

Keine Party, Hochzeit oder Firmenfeier auf der es keine Fotobox mehr gibt. Deshalb wollte ich dann auch für die eigene Hochzeitsfeier so ein „Ding“ haben. Da waren die 3 Möglichkeiten. Kaufen – definitiv zu teuer, Mieten – auch ein teurer Spaß, Selberbauen – genau das ist mein Ding, aber wie?

Wenn man bei Google nach „Fotobox selberbauen“ sucht kommt man auf unzählige Blogs und Seiten, auf welchen sehr ausführlich der Bau der eigenen Fotobox beschrieben wird. Stundenlang habe ich mir diese Beiträge durchgelesen und abgewäagt, ist das was für mich? Komm ich da an meine technischen Grenzen? Oder kostet die Box zum Schluß auch ein paar Hundert Euro?

Die selbsgebaute Fotobox im Einsatz

Was waren meine Ansprüche:

  • Verwendung von bestehendem technischen Equipment (Canon EOS 350D, Tablet (Ipad oder Fire Tablet oder Notebook)
  • Plug and Play bzw. so wenig wie möglich störungsanfällige (drahtlose) Verbindungen
  • Einfache Bedienung (auch im 8-10h Betrieb)
  • Kompakte und mobile Bauform
  • Kosten nicht mehr als 100 €

Die Lösung:

Warum Tablet und TV?

Meine alte EOS 350D hat leider kein Liveview, dh ich benötigte irgendein Gerät, welches dies simuliert. Ich nutze hierfür die Frontkamera des Firetablets und zoome mit Hilfe des Digitalzooms soweit, dass ich die Brennweite des Canon Objektiv annähernd simuliere. Wenn man beim Tablet die Bildschirmsperre deaktiviert, dann funktioniert das quasi dauerhaft.

Der TV dient zur Anzeige des geschossenen Bildes. Via Video-Out der Kamera und Cinch-Eingang am TV wird das Bild übertragen. In den Kameraeinstellungen habe ich hier einfach die Zeit wie lange das Bild angezeigt wird auf unendlich eingestellt, so dass man das Bild solange sieht bis das nächste Fotogemacht wird (auch wenn an der Fotobox mal 1h Pause ist bleibt das Bild stehen).

 

Externer Blitz macht den Unterschied

Gutes Licht -> gutes Bild! Ok ganz so einfach ist es vielleicht nicht, aber wenn das Motiv gut ausgeleuchtet ist, dann ist das schon mal die halbe Miete. Auf Partys ist es öfters mal dunkel, deshalb ist es elementar einen guten Blitz zu haben! Der XX Blitz ist preislich richtig attraktiv, die Verarbeitung ist ganz ordentlich und macht was er soll – richtig hell. Ursprünglich wollte ich diesen fix am Fotobox Gehäuse montieren, aber durch das extra Stativ ist man bei der Ausleuchtung einfach flexibler.

Ich habe den externen Blitz einfach mit einem Blitzschuhadapter angeschlossen (leider habe ich diese knapp 2,5 cm bei meiner Planung nicht berücksichtigt, deshalb musste ich die obere Holzplatte noch etwas nachbearbeiten, sieht zwar nicht so schön aus, aber wenigstens ist die Kamera jetzt fest „verkeilt“ und wackelt beim Transport nicht)

Ausbaustufe – Fotodrucker

Für meine eigene Hochzeit habe ich keinen Fotodrucker benötigt, da ich den Gästen die Bilder später mit der Dankeskarte nachgereicht habe. Sicherlich ist aber das „Sofortbild“ ein nettes Gimmick, das zu einer Fotobox gehört. Daher plane ich in naher Zukunft eine Printstation. Dh eine Wifi SD Karte in der Kamera überträgt die Bilder auf ein Tablet (ok dann braucht man nochmal eins, aber der Trend geht ja ganz klar zum Zweit-Tablet 😉 und hier kann man die Bilder auswählen und via Fotodrucker ausdrucken.

Fazit

Mit 173,- € Gesamtkosten habe ich die 100 € Marke zwar deutlich gerissen, aber ich ich bin dennoch zufrieden. Der externe Blitz mit rund 70 € hat mir hier die Kalkulation etwas verhagelt. Aber ohne so einen starken Blitz macht das ganze leider keinen Sinn und man kann diesen auch super für andere Fotoaktivitäten nutzen. Also wer ein bisschen Equipment (alte Kamera, Tablet,…) schon hat, kann sich für gute 150,- € eine tolle Fotobox selber bauen.

Viel Spaß beim Nachbauen, Weiterentwickeln,…

Kategorien: DIYFotoTechnik

2 Kommentare

Swen · 6. März 2018 um 2:23

Welche app kannst du mir für ein Android Tablet empfehlen da?

    Wolfgang · 8. März 2018 um 21:43

    Hi Swen, ich habe bei meiner Recherche nichts Brauchbares für Android gefunden, daher habe ich die Photobox ohne App gebaut.

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